Sonntag, 31. August 2008

Grußwort von Diözesanadministrator Josef Matzneller


In einem Grußwort richtet sich Diözesanadministrator Josef Matzneller an die Priester und Ordensleute, an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst, an alle Gläubigen der Diözese Bozen-Brixen. Brüder und Schwestern,am Samstag, den 16. August, haben wir völlig unerwartet und plötzlich unseren Bischof verloren. Unzählige Menschen haben ihre Betroffenheit und ihren Schmerz über den Verlust ausgedrückt, sie nahmen zu Tausenden Abschied an der Bahre, versammelten sich zu den Seelenrosenkränzen und feierten als große Glaubensgemeinschaft am Dienstag den Gedächtnisgottesdienst im Dom von Bozen und am Donnerstag den Bestattungsgottesdienst im Dom von Brixen. Für die große Anteilnahme und das ehrende Gedenken sage ich allen ein herzliches Vergelt’s Gott. Die echte Trauer so vieler Menschen zeigt, dass Bischof Wilhelm unsere Diözese mit seinem Wort und seinem Wirken geprägt hat. Dafür sind wir alle dankbar.Im Zusammenhang mit dem Ableben und dem Begräbnis unseres Bischofs haben viele die anstehenden Dienste ganz selbstverständlich übernommen und durchgeführt. Der Bogen spannt sich von den engsten Mitarbeitern des Bischofs, vom Rettungsdienst über die Bestattungsunternehmen, die zivilen Behörden und öffentlichen Stellen, die Sicherheitskräfte, die Kirchenchöre, die Musikkapellen, die Feuerwehr, die Schützen, die Ministranten, die Mesner, die Ordnungsdienste bis hin zu den Diensten bei der Bestattung. Es können nicht alle genannt werden, doch sei allen im Namen der Ortskirche ein aufrichtiger Dank gesagt.Wir müssen nun als Diözese auf den Nachfolger im bischöflichen Amt warten. Wie es das Kirchenrecht vorsieht, hat das Konsultorenkollegium den Diözesanadministrator gewählt, der dafür zu sorgen hat, dass das kirchliche Leben in gewohnter Weise weitergeht, bis ein neuer Bischof vom Papst ernannt ist. In dieser Zwischenzeit sind Neuerungen, Veränderungen und größere Entscheidungen nicht erlaubt, auch ruht die Tätigkeit des Priesterrates und des Pastoralrates. Durchgeführt werden die vorgesehenen Gottesdienste und Feiern, die ohne Bischof denkbar sind, durchgeführt wird selbstverständlich auch das beschlossene pastorale Jahresprogramm mit dem Thema Sonntag. Auch geht das Leben in den Pfarreien und in den kirchlichen Vereinigungen und Verbänden normal weiter.Der vatikanischen Kongregation für die Bischöfe kommt es nun zu, mittels eines sehr diskreten und umfassenden Verfahrens den Kandidaten mit den besten Voraussetzungen für das Bischofsamt dem Heiligen Vater zur Ernennung vorzuschlagen. Ich bitte alle Gläubigen, dass sie die Suche nach dem neuen Bischof mit ihrem inständigen Gebet begleiten, damit unser Bistum wieder einen Bischof bekommt, der seinen Dienst der Verkündigung, der Führung und Heiligung der Menschen mit der Kraft des Geistes Gottes zu erfüllen vermag. Josef Matzneller